Ratgeber

Was braucht man für eine perfekte Nassrasur

Die Nassrasur ist keine Kunst. Im Durchschnitt rasiert sich jeder Mann 21.000 Mal in seinem Leben. Somit verbringt er quasi 3.500 Stunden vor dem Spiegel, um sich zu rasieren. Dabei ist die klassische Nassrasur doch eine der schonendsten und gründlichsten Varianten, sich zu rasieren. Allerdings gibt es auch hier ein paar Tipps und Tricks, mit welchen die Nassrasur gründlich ausfällt und man das Gesicht schonend pflegen kann.
Dabei muss man nur wenige einfache Schritte beachten.

Vor der Rasur

Insbesondere Preshave-Produkte spielen vor der Rasur eine wichtige Rolle. Sie gehören zu jeder Nassrasur und bilden eine wichtige Grundlage. In der Regel werden die Produkte in Form von Ölen oder Cremes angeboten. Bei besonders starkem Barthaar, der Neigung zu Rasurbrand, Schnitten oder anderen Hautirritationen, kann eine Feuchtigkeitscreme oder ein Peeling wahre Wunder wirken. Darüber hinaus haben viele diese Produkte einen sehr angenehmen Duft, welcher sich dann schon während der Rasur ausbreitet.
Zuerst reinigt man das Gesicht mit einem Gesichtsreiniger, wie beispielsweise einem Peeling gründlich. Nun kann man die Cremes oder Öle auftragen. Oftmals reichen bereits kleine Mengen, um die Haut vor Verletzungen und Irritationen zu schützen. Das Barthaar wird optimal auf die Rasur vorbereitet und geschmeidig gemacht. Die Preshave-Produkte sollten dabei in die Haut einmassiert werden, damit diese ihre volle Wirkung entfalten. Am besten gelingt dies, wenn man in Wuchsrichtung des Bartes arbeitet.
Die Produkte sorgen dafür, dass sich eine Schutzschicht zwischen dem Rasierer und der Haut bildet. Außerdem wird die Talgschicht des Barthaars entfernt. Dadurch wird das Barthaar aufgeweicht und richtet sich auf. Somit können die Klingen des Rasierers dieses besser erreichen und man bekommt eine Nassrasur ohne das Zurückbleiben von lästigen Stoppeln hin.

Die Rasur

Ob man bei einer Nassrasur beim Einschäumen zum Rasierschaum oder Rasiergel greift macht eigentlich keinen Unterschied. Beide Mittel sind sehr hautverträglich und setzen dieser somit nicht zu. Der Vorteil des Rasierschaums liegt darin, dass dieser bereits fertig angemischt und nur noch aufgetragen werden muss. Das Rasiergel wird zunächst im Gesicht verteilt und muss dann mit Wasser aufgeschäumt werden. Die Dosierung ist demnach etwas schwieriger und dauert ein wenig länger.
Grundlegend ist es aber wichtig, dass man das Gesicht gut einschäumt. Der Schaum wird so lange aufgetragen, bis wirklich alle Bartstoppeln bedeckt sind. Am besten eignet sich dafür ein Borstenpinsel aus echten Borsten. Danach sollte man den Schaum drei Minuten lang einwirken lassen. Dies macht den Bart geschmeidig. Nach der Einwirkzeit sollte man noch ein paar Mal mit dem Pinsel gegen die Wuchsrichtung des Bartes streichen. So werden die einzelnen Stoppeln aufgestellt.
Der richtige Rasierer spielt ebenfalls eine Rolle. Beim Rasiermesser ist allerdings Vorsicht geboten. Dies ist eher etwas für Profis. Die Klingen sind sehr scharf und müssen auch regelmäßig wieder abgezogen werden. Die Gefahr von Schnitten ist an dieser Stelle sehr hoch. Ob man lieber den klassischen Nassrasierer nutzt, oder zum Elektrorasierer greift, ist im Grunde reine Geschmackssache. Der Nassrasierer bietet den Vorteil, dass dieser ein sehr gründliches Ergebnis verspricht und besonders schonend zu Haut ist. Der elektrische Rasierer ist besonders bei sehr empfindlicher Haut geeignet. Außerdem fällt damit die Rasur besonders schnell und unkompliziert aus. Oftmals haben die Elektrorasierer auch eine spezielle Funktion für die Nassrasur, was einen besonders guten Erfolg verspricht. Somit sollte man im Zweifel immer zum Elektrorasierer greifen.
Grundlegend bei der Wahl des Rasierers gilt im Übrigen, je mehr Klingen, desto besser. Moderne Geräte haben bis zu fünf Klingen, welche den Grundstein für eine gute Nassrasur legen. Ob man mit oder gegen den Strich rasiert, spielt ebenfalls keine Rolle. Es ist lediglich angenehmer für die Haut, wenn man mit dem Strich rasiert. Kinn und Oberlippe sollte man stets zuletzt rasieren. Diese Bereiche sind besonders empfindlich. Somit hat der Schaum an dieser Stelle mehr Zeit, um einzuwirken.

Das richtige Aftershave

Nach der Rasur ist noch lange nicht Schluss. Nun muss die Haut abermals gepflegt werden. Dafür ist das sogenannte Aftershave vorgesehen. Es gibt sowohl verschiedene Feuchtigkeitscremes als auch Balsam oder Rasierwasser. Auch spezielle Lotionen werden angeboten.
Der Klassiker ist wohl das Rasierwasser. Dieses soll Entzündungen nach einer Rasur vorbeugen. Dabei wird meist mit einem hohen Anteil an Alkohol gearbeitet. Dies hat zwar eine desinfizierende Wirkung, sorgt aber auch oftmals für ein Brennen nach der Rasur. Des Weiteren werden Zusätze wie Salbei und Eichenrinde hinzugegeben, welche eine blutstillende Wirkung haben. Somit ist ein Schnitt nicht ganz so schlimm.
Allerdings ist es besser, wenn man bei der Pflege danach eher zu Balsam, Cremes oder Lotionen zurückgreift. Diese kommen häufig ohne Alkohol aus, haben aber dennoch eine pflegende und desinfizierende Wirkung. Sie versorgen die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und sorgen für einen angenehmen Duft.
Bei besonders trockener Haut sollte man auf den Balsam vertrauen. Dieser kommt komplett ohne Alkohol aus, verschafft der Haut einen angenehmen Duft und sorgt dafür, dass die Haut genügend Feuchtigkeit bekommt. Mit diesem Produkt wird die Nassrasur perfekt abgerundet.

Fazit

Die Nassrasur ist kein Hexenwerk. Wichtig ist nur, dass man die drei verschiedenen Stationen einhält. Zuerst muss die Haut mit Preshave-Produkte auf die Rasur vorbereitet werden. Somit kann man Verletzungen und Hautirritationen bereits effektiv vorbeugen. Im zweiten Schritt folgt die richtige Rasur. Ob Gel, Creme oder Schaum spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, dass diese richtig einwirken. Für die perfekte Nassrasur ist dann ein Elektrorasierer zu empfehlen. Abgerundet wird alles mit dem passenden Aftershave, wobei der Balsam immer eine sichere Alternative darstellt.

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