Ratgeber

Rasieren: verschiedenen Methoden

Auf Messer’s Schneide stehen, das tun einige, denn ohne die Rasur, ist die alltägliche Körperpflege für die Wenigsten vorstellbar. Das Wort Rasur, leitet sich von dem lateinischen rasura- das Schaben, oder das Kratzen, ab. Es gibt zu diesem Thema eine Vielzahl an Methoden und entsprechenden Werkzeug. Besonders für junge Menschen stellt sich oft die Frage, was der Markt zu bieten hat und mit welchem Rasierer sich das optimalste Ergebnis erzielen lässt. Im Folgenden, werden die häufigsten Methoden der Rasur beschrieben, verglichen und kurz erläutert.

Die Rasierklinge vs. Systemrasierer: klassisch scharf oder ungefährlich bequem?

Das Rasiermesser und der dazugehörige Rasierhobel wirken auf den ersten Blick martialisch, das liegt besonders an der bekannten Klingenform des Einzelgängers.
Die Hobelrasur war vom ersten Weltkrieg an, bis in die 1970er Jahre, die vorherrschende Rasurmethode in den westlichen Industrieländern. In den asiatischen und afrikanischen Ländern ist diese Art der Rasur auch heute noch allgegenwärtig. Die Vorteile der Rasierklinge liegen in ihrer Schärfe und in ihrer Wirtschaftlichkeit. Die Rasierklinge ist vergleichsweise kostengünstig, und benötigt keinen Verbund mit Kunststoffen, sie ist daher auch umweltverträglicher als ihre Konkurrenz.
Die Rasur mit dem Rasierhobel benötigt eine Vorbereitung mit Rasierseife, oder Rasiercreme. Beide werden mit einem Pinsel zu cremigen Rasurschaum aufgeschäumt, und auf die entsprechenden Körperpartien aufgebracht. Der Trick für die perfekte Rasur besteht darin, dass der richtige Winkel für die Klinge gefunden wird. Hat man einen individuellen Winkel für sich gefunden, können Probleme mit eingewachsenen Haaren, und Rasurbrand, erheblich reduziert werden.

Der Systemrasierer wird auch als Mehrklingenrasierer bezeichnet, und wurde erstmals 1989 eingeführt. Seitdem haben sich besonders die Modelle mit Schwingkopffunktion durchgesetzt. Die buntbeschichteten Streifen über dem Klingenblock, sorgen für eine bessere Gleitfähigkeit des Systemrasierers. Im Vergleich zu dem Rasierhobel, fallen deutlich höhere Kosten an, da die Klingen oft ausgetauscht werden müssen. Allerdings erfordern die Systemrasierer wenig Übung, die Gefahr sich zu schneiden ist sehr gering, die Qualität der Rasur ist dementsprechend auch weniger gründlich. Für die schnelle und verletzungsarme Nassrasur, ist der Systemrasierer immer eine gute Wahl.

Das klassische Rasiermesser vs. Systemrasierer: für gemütliche Hausbarbiere oder Schnellrasierer?

Das Rasiermesser ist für die Nass,- und auch für die Trockenrasur geeignet. Es besteht meist aus einer nicht rostfreien Kohlenstoffstahlklinge, mit Griff aus Holz, Perlmutt oder Horn. Die Klinge kann vorteilhaft in den in den Griff eingeklappt werden. Der größte Vorteil des Rasiermessers liegt in seiner unschlagbaren Sparsamkeit, nach erhöhten Anschaffungskosten, wird man mit einer ewig währenden Klinge belohnt. Mit Hilfe eines Streichriemens, wird das Rasiermesser vor jeder Rasur „abgeledert“ und durch diesen Vorgang geschärft. In regelmäßigen Intervallen sollte zudem die Klinge geschärft werden, um eine gründliche Rasur zu erhalten. Diese Art der Rasur, die mit aufgeschäumter Rasierseife praktiziert wird, eignet sich für die Menschen, die ihre Bartwuchsrichtung genau kennen, denn es muss zuerst „mit dem Strich“ rasiert werden. Bei dem zweiten Durchgang wird „gegen den Strich“ rasiert, um eine maximale Glätte zu erhalten. Neigt man schnell zu Hautirritationen, hilft ein Preshave- Gel oder Öl um die Gleitfähigkeit der Klinge zu erhöhen. Mit ein wenig Übung, Geduld und Ruhe, ist das die gründlichste Art und Weise sich zu rasieren.
Der Systemrasierer ist in diesem Fall an Glätte und Gründlichkeit deutlich unterlegen, einzig seine Zeitersparnis punktet, im Gegensatz zu der Verwendung mit dem Rasiermesser. Auch ökonomisch betrachtet, ist der Systemrasierer, mit seinen austauschbaren Klingen, das Schlusslicht in Sachen Sparsamkeit und Umweltschutz.

Rasiermesser vs. Rasierklinge- Ein Vergleich der Glätteprofis

Die Rasierklinge muss, trotz großer Langlebigkeit, dennoch nach einiger Zeit ausgetauscht werden. Ein gutes und gepflegtes Rasiermesser besitzt man, nach hohen Anschaffungskosten, im besten Fall, ein Leben lang. Von der Gründlichkeit ist das Rasiermesser ungeschlagen, die Rasierklinge mit Rasierhobel erbringt, mit richtiger Rasurtechnik, auch glatte Ergebnisse. Da beide Klingen so scharf sind, minimieren sich Hautirritationen, und eignen sich daher besonders für empfindliche Haut.

Nass oder Elektrisch, wer hat hier das Sagen?

Jede Art der Rasur birgt Vor- und Nachteile. Wenn es praktisch, schnell und möglichst ohne Schnittverletzungen sein soll, greift man zum Mehrklingensystemrasierer. Das ist auch die schonende Variante bei Ekzemen, Neurodermitis oder Akne, da die Haut durch rotierende Klingen geschützt ist. Generell gilt, die Rasur „gegen den Strich“ wirkt gründlicher, die Rasur „mit dem Strich“ ist hautfreundlicher. Der Nassrasierer, benötigt mehr Zeit und Geduld, belohnt aber auch mit besserem Ergebnis und erholsamen Wellnessfaktor. Ein After Shave, zum beruhigen der gereizten Haut, sollte nach beiden Rasurmethoden verwendet werden.

Die Vor,- und Nachteile auf einem Blick

Rasierklinge und Rasierhobel: Sparsam, gründlich, Rasurwinkel ist zu beachten, Gefahr von Schnittverletzungen erhöht, umweltfreundlich.

Rasiermesser: Hohe Anschaffungskosten, Rasurwinkel und Richtung sind wichtig, glatte Ergebnisse, Gefahr von Schnittverletzungen erhöht, zu empfehlen bei empfindlicher Haut, umweltfreundlich.

Systemrasierer: Schnell, praktisch, hohe Unterhaltskosten, wenig Schnittverletzungen, umweltbelastend.

Elektrisch: Schnell, praktisch, stromverbrauchend, wenig Schnittverletzungen, umweltbelastend, gut geeignet bei z.B Neurodermitis und Akne.

Fazit

Ob praktisch, schnell, oder entspannend und zelebrierend, die Rasurmethoden sind so unterschiedlich wie die Gemüter, die sie anwenden. Für jeden Hauttyp und Charakter gibt es die passenden Rasierutensilien und Techniken. Das Ergebnis variiert nur in der Glätte und Gründlichkeit.

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