Ratgeber

Die Rasierpickel

Rasierpickel entstehen, wie der Name schon sagt, bei der Rasur. Die scharf abgeschnittenen Haare bleiben dabei unter der Haut stehen, wachsen dort horizontal weiter und bilden den Pickel. Oft entzündet sich das Ganze auch noch. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch schmerzhaft und kann zur Bildung von Narben führen.

Warum kommt es zu Rasierpickeln?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer der häufigsten ist die Verwendung falscher Rasierapparate bzw. stumpfer Klingen bei der Rasur. Sie schneiden die Haare nicht ordentlich ab sondern reißen sie eher heraus. Das kann zu Rissen in der Haut und zum Einwachsen der Haare führen. Auch das Rasieren entgegen der Wuchsrichtung der Haare oder mit zu großem Druck führt häufig zu Rasierpickeln. Ein weiterer Grund für das Auftreten der unangenehmen Pickel ist mangelnde Vorbereitung der Haut vor der Rasur, mangelnde Pflege nach der Rasur und allgemeine Unsauberkeit. Auch zu enge und reibende Bekleidung kann zu Rasierpickeln führen. Oft ist aber auch die Beschaffenheit der Haut die Ursache Nummer 1. Manche Menschen haben von Natur aus eine sehr empfindliche Haut, die auf mechanische Reize stärker als normal reagiert.

Wie lassen sich Rasierpickel vermeiden?

Das fängt, wie bereits erwähnt, bei der Hautpflege an. Bevor man mit der Rasur beginnt, muss die Haut sauber und möglichst talg-und fettfrei sein. So wird verhindert, dass Talg-, Fett-und Schmutzreste oder Bakterien beim Rasieren in die offenen Hautporen gelangen. Das Waschen mit warmen Wasser oder das warme Duschen und das Verwenden von Rasierschaum oder Rasiergel sorgt außerdem dafür, dass sich die Haarkanäle öffnen und die Haare aufquellen und sich aufstellen. Auch das erleichtert die Rasur. Wer lieber einen Trockenrasierer benutzt, sollte sogenannte Preshave-Produkte verwenden und außerdem nur wirklich hochwertige Rasierer verwenden. Gerade für Menschen mit empfindlicher Haut ist es wichtig, in nur einem Zug rasieren zu können. Sehr wichtig ist es auch, den Rasierer gründlich zu reinigen und die Scherköpfe oder Klingen regelmäßig auszuwechseln. Nach der Rasur braucht die Haut ebenfalls Pflege, um sich vom Stress der Rasur zu erholen. Zuerst müssen natürlich Rasierschaum und Seifenreste sowie die abgeschnittenen Haare gründlich entfernt werden. Dann sollte die Haut gekühlt werden, damit sich die Poren möglichst schnell wieder schließen. Wichtig ist es aber jetzt auch, die Haut zu beruhigen und zu desinfizieren. Wie die After-Shave Hautpflege am besten beschaffen sein sollte, richtet sich in erster Linie nach dem Hauttyp. Trockener Haut tun fettreiche Cremes und Lotionen gut, sie können aber zum Beispiel bei unreiner Haut die Bildung von Rasierpickeln fördern. Wer eine solche Haut hat, sollte deshalb lieber auf leichte Gele setzen, die Urea oder Glyzerin enthalten und Feuchtigkeit spenden. Produkte, die Kupfersulfat oder Zinksulfat enthalten, wirken desinfizierend und sind sehr zu empfehlen, wenn jemand stark zu Pickeln neigt. Sehr vorsichtig sollte man mit alkoholhaltigen Aftershaves sein. Sie kühlen zwar angenehm und versschließen die Poren, aber sie trocknen auch die Haut aus und reizen empfindliche Haut sehr stark. Auf keinen Fall sollte man sie nach der Rasur der Achselhaare oder im Intimbereich verwenden. Für die meist unempfindliche Gesichtshaut von Männern schaden sie eher nicht. aber

Was tun, wenn schon Rasierpickel entstanden sind?

Hier lautet die Devise: Auf gar keinen Fall ausdrücken oder daran herum kratzen. Das verschlimmert das Übel noch und kann zu Entzündungen, Vereiterung und Narbenbildung führen. Im Normalfall verschwinden die Rasierpickel meist von selbst wieder. Befinden sich sie eingewachsenen Haare noch in den unteren Hautschichten, helfen Peelings. Sie entfernen abgestorbene Hautschüppchen und die Haare kommen schneller an die Hautoberfläche. Auch Saunagänge, Dampfbäder oder feuchtwarme Umschläge helfen dabei, die Haut zu entspannen und die eingewachsenen Haare zu befreien. Bei entzündeten Rasierpickeln sollten entzündungshemmende und antibakteriell wirkende Cremes aufgetragen werden. Nur selten werden Rasierpickel so schlimm, dass der Hautarzt zu Rate gezogen werden muss.

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