Ratgeber

Die Qual der Wahl – Trocken- oder Nassrasur

Unterschiede

Die Trockenrasur unterscheidet sich von der Nassrasur sowohl durch die Verwendung der Hilfsmittel als auch durch den Ablauf. Die Nassrasur führt man mit Hilfe von Rasierschaum oder -gel durch. Hierbei kann man sowohl Handrasierer als auch bestimmte elektrische Rasierer verwenden. Bei der Trockenrasur verwendet man zum entfernen der Haare vorwiegend elektrische Rasierer. Man benötigt keine weiteren Hilfsmittel zum rasieren. Allerdings sollte man nach beiden Rasuren ein Aftershave benutzen.

Aftershave

Welches Aftershave man verwendet, hängt vom jeweiligem Hauttyp ab. Bei trockener Haut ist ein pflegendes Aftershave Balsam zu empfehlen, da dieses beanspruchte und rissige Haut pflegt. Bei fettiger, zu Unreinheiten neigender Haut ist eher ein Aftershave auf Alkoholbasis zu empfehlen. Alkohol wirkt desinfizierend und tötet dadurch Bakterien ab. Wenn man eine normale, glatte Haut oder eine Mischhaut hat, sollte man beides ausprobieren. Man muss für sich selbst entscheiden, ob man ein Aftershave auf Alkoholbasis oder ein Aftershave Balsam verwenden möchte.

Ablauf der Trockenrasur

Die Trockenrasur sollte vor dem Duschen stattfinden, da Haut und Haare ansonsten aufquellen. Damit wäre es schwerer, die Stoppeln abzuschneiden und die Rasur wäre weniger gründlich. Allerdings sollte man sein Gesicht vorher gründlich mit Seife reinigen. Damit beugt man bei Verletzungen und Reizungen vor, dass sich Bakterien in den Hautrissen einnisten und Unreinheiten verursachen. Während der Rasur achtet man darauf, dass man empfindliche Stellen zuerst rasiert. Denn der elektrische Rasierer erhitzt sich mit der Zeit und macht somit die Haut anfälliger für Reizungen. Danach sollte die Klinge unbedingt gereinigt werden, um sie frei von Schmutz und Bakterien zu halten.

Ablauf der Nassrasur

Nach der Gesichtsreinigung verteilt man das Rasiergel bzw. den Rasierschaum entweder mit der Hand oder einem leicht befeuchteten Rasierpinsel im Gesicht. Den Rasierschaum kauft man entweder im Handel oder stellt ihn selbst mit Hilfe von Rasierseife und einer Rasierschale her. Der Schaum dient zum einen dazu die Haut zu schützen und geschmeidig zu machen, zum anderen kann die Klinge dadurch besser gleiten. Nach einer Einwirkzeit von zwei Minuten beginnt man mit der Rasur. Die Rasierklinge muss in jedem Fall scharf sein. Falls die Klinge zu stumpf ist, ist die Verletzungsgefahr höher und die Gründlichkeit der Rasur ist geringer. Um die Klinge während des Rasierens zu reinigen, bereitet man ein warmes Wasserbad vor. Man setzt den Rasierer im 30°-Winkel an der Haut, entgegen der Wuchsrichtung der Haare, an. Dabei ist es wichtig, dass man so wenig Druck wie möglich ausübt, denn auch dadurch kann es zu Verletzungen kommen. Am Ende der Rasur wäscht man den übrigen Schaum mit klarem Wasser ab und trocknet sein Gesicht mit einem sauberen Handtuch ab. Ein benutztes, feuchtes Handtuch sollte man auf keinen Fall benutzen. Ein solches bietet nämlich den perfekten Lebensraum für Bakterien.

Vor- und Nachteile

Die Trockenrasur ist weniger gründlich als die Nassrasur, jedoch ist sie besser für empfindliche Haut geeignet. Denn bei der Nassrasur kommt es wesentlich häufiger zu eingewachsenen Haaren und Rasierpickeln. Dies passiert dadurch, dass man dabei tiefer in die aufgeweichte Haut eindringt, um die Haare möglichst nah an der Wurzel zu entfernen. Des Weiteren ist die Nassrasur wesentlich aufwändiger und zeitintensiver. Außerdem muss man durch die benötigten Utensilien für die Nassrasur wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Die Klingen von Nassrasierern werden sehr schnell stumpf und müssen ersetzt werden. Rasierschaum muss auch nachgekauft werden. Allerdings muss man hinzufügen, dass elektrische Trockenrasierer auch nicht gerade billig sind. Dafür kann man diese viel länger verwenden.

Fazit

Im Großen und Ganzen hängt die Qual der Wahl zwischen Trocken- und Nassrasur von dem Zeitaufwand, dem Hauttyp, der gewünschten Gründlichkeit und der zu rasierenden Hautpartie ab. Für jemanden, der nicht viel Zeit hat, ist durch den geringeren Zeitaufwand die Trockenrasur besser geeignet. Wer eine gründliche Rasur ohne jegliche Stoppeln haben möchte, ist mit einer Nassrasur bestens bedient. Jedoch ist auch der Hauttyp entscheidend. Zudem sollte man darauf achten, welche Hautregionen man wie rasiert. Stellen, an denen die Haut sehr weich ist, sind in der Regel empfindlicher als straffe Hautpartien. Wenn man nach einer Nassrasur ständig zu Rasierpickeln, eingewachsenen Haaren und Hautirritationen neigt, sollte man eher trocken rasieren.

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