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Geschichte des Rasierers

Rasieren – was ist das eigentlich?

Unter einer Rasur versteht man das Abschneiden der Haare bis zur obersten Hautschicht. Die Haarwurzeln bleiben hierbei unversehrt, da das Haar nur gekürzt wird.
In vielen Kulturen steht die erste Rasur für den Übergang vom Jungen zum Mann und wird entsprechend festlich und heilig gefeiert.

Die frühen Anfänge des Rasierens

Das Prinzip der Rasur ist schon mehr als 25.000 Jahre alt: Funde aus der Steinzeit belegen, dass sich bereits die Höhlenmenschen mit Hilfe von geschärften Gegenständen ihre Behaarung abgeschabt haben.
Die ersten Rasierer in der frühesten Epoche der Menschheitsgeschichte waren hauptsächlich angeschliffene Steine, Muscheln und Zähne von großen Tieren. Erst die Ägypter benutzten ungefähr ab dem 4. Jahrhundert die ersten Messer aus Gold oder Silber; im alten Rom hingegen waren entsprechend bearbeitete Bimssteine sehr beliebt.
Aus dem ursprünglich starren Messer wurde im 16. Jahrhundert mit der Zeit ein klappbares Rasiermesser.

Vom Rasierhobel zum elektrischen Rasierapparat

Der erste Rasierer, so wie wir ihn heute nach dem Prinzip eines Rasierhobels kennen, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Von da an war es jedem Mann möglich, sich schnell und unkompliziert zuhause zu rasieren.
Auf Basis dieses Rasierhobels wurden die heutigen, nicht-mechanischen Rasierer entwickelt. Es gibt mittlerweile Rasierer mit 2, 3 oder 4 Klingen, mit integrierten Gelkissen zur sofortigen Pflege der Haut, mit angebrachten Feuchtigkeitsstreifen und vieles mehr.
Fast zeitgleich, ca. 1915, wurde dann auch der erste elektrische Rasierer für den Herren erfunden und produziert. Das Prinzip der rotierenden Klingen wurde stetig weiterentwickelt bis kleine Elektromotoren den Elektrorasierer zu einem sicheren und zuverlässigen Rasierapparat machten. Die ersten Modelle waren noch sehr teuer, da die Produktion aufwändig war. Durch den technischen Fortschritt gibt es aber inzwischen viele verschiedene Elektrorasierer in jeder Preisklasse auf dem Markt.

Welche Rasierprodukte gibt es?

Während sich Männer früher nur trocken oder mit etwas Wasser den Bart abschaben konnten, wurde nun auch erste Kosmetik, die das Rasieren erleichtern sollte, erfunden. So kamen spezielle Seifen und Rasierpinsel auf den Markt, die die Haare weicher machen und die Haut im Anschluss pflegen und beruhigen sollten.
Die angebotene Kosmetik entwickelte sich dann weiter zu den modernen, auch auf die unterschiedlichen Hauttypen zugeschnittenen, Rasierprodukten wie wir sie heute kennen:

  • Rasierschaum aus der Sprühdose
  • vorbereitendes Rasiergel
  • Rasieröl
  • Rasierseifen für empfindliche Haut
  • After Shave bzw. Rasierwasser zur Beruhigung und Desinfektion der Haut

Rasieren – nicht nur was für Männer!

Durch die Veränderung der kulturellen, ästhetischen und modischen Ansichten, ist das Rasieren längst nicht mehr ausschließlich ein Thema für Herren und ihre Bärte. Auch Frauen haben im Laufe des 19. Jahrhunderts das Abrasieren ihrer Körperbehaarung für sich entdeckt. Die Industrie hat sich spätestens nach dem 2. Weltkrieg, als diese modische Erscheinung auch in Europa angelangt ist, auf den Ausbau des Rasierer-Angebots für Damen spezialisiert. In erster Linie wurden die bereits bewährten Herrenrasierer in anderen Farben produziert und in femininere Designs umgestaltet.
Für Frauen gibt es mittlerweile genauso viele Rasierprodukte und Rasierapparate wie für Herren. Vor allem die angebotene Vielfalt im kosmetischen Bereich ist um einiges umfangreicher, als die für Männer.

Wie sieht die Zukunft des Rasierers aus?

Sehr gut, denn der Trend steht seit Jahren bei wenig Behaarung: Herren und Damen möchten gleichermaßen so wenig Körperbehaarung wie nur möglich.
Es gibt zur Entfernung von unerwünschtem Haarwuchs zwar noch andere Möglichkeiten, wie z.B. das Herausreißen der Haare inklusive Wurzel mithilfe von Wachs oder Epilierern.
Das Rasieren ist aber sowohl bei Männern als auch bei Frauen die mit Abstand beliebteste Methode, da sie verhältnismäßig unkompliziert und einfach in der Anwendung, komplett schmerzfrei und kostengünstig ist. Vor allem für junge Menschen, die im Entfernen von Körperbehaarung noch nicht so geübt sind, ist diese Methode für den Anfang zu empfehlen.

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